Was sind Stauden?
Wenn man im Alltag von Stauden spricht, dann meint man damit im Allgemeinen eine größere Pflanze oder einen Busch. Der Gärtner nimmt es etwas genauer und meint damit alle Pflanzen die länger als zwei Jahre leben und deren oberirdische Teile nicht verholzen. Eine Sonnenblume ist also keine Staude, denn sie stirbt nach der Samenreife ab. Ein Fliederbusch lebt zwar viele Jahre, aber er ist auch keine Staude, da er oberirdisch komplett aus Holz besteht. Stauden sind dagegen die Schwertlilie oder das Gänseblümchen. Üblicherweise setzt der Gärtner auch voraus, dass es sich bei Stauden um bei uns winterharte oder zumindest fast winterharte Pflanzen handelt. Ein Botaniker würde das noch genauer nehmen und z.B. auch eine absolut nicht winterharte tropische Pflanze wie die Banane zu den Stauden zählen. Wir halten uns an den gärtnerischen Sprachgebrauch und verstehen als Stauden winterharte Pflanzen für den Garten.
Einmal eingewachsene Staudenbeete sind pflegeleicht. Sie bringen Jahr für Jahr Farbe und Freude in den Garten. Für mich zeigen Sie die Jahreszeiten an, besser als jeder Kalender. Wenn die Buschwindröschen blühen, dann weiß ich dass der Sommer vor der Tür steht, wenn Bleiwurz und Herbstzeitlose blühen, geht der Sommer zu Ende. Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Stauden und ihren eigenen Zauber. |